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SKC Weiden übernimmt Tabellenspitze

Die Zweitliga-Kegler düpieren den FSV Erlangen-Bruck mit einem taktischen Wechsel. Dank einer überzeugende Mannschaftsleistung gelingt ein Auswärtssieg beim neuen Lieblingsgegner.

Der SKC Gut Holz SpVgg Weiden gewinnt das erste Auswärtsspiel der neuen Zweitligasaison beim FSV Erlangen-Bruck deutlich mit 7:1 bei 3511:3364 Holz. Mit diesem Sieg setzen sich die Weidener gemeinsam mit dem KV Liedolsheim an die Tabellenspitze der 2. Keglerbundesliga Nord/Mitte. Weiden und Erlangen, das scheint seit dem vorigen Jahr eine Erfolgsgeschichte zu sein, jedenfalls aus Sicht der Oberpfälzer. Die Bahnen im Sportzentrum an der Tennenloher Straße motivieren die SKC-Kegler offensichtlich zu besonderen Leistungen. Der letzte Auswärtssieg des SKC Weiden stammt vom 27. Oktober 2018 – und zwar in Erlangen-Bruck. Und auch in dieser Saison ließen die Oberpfälzer den „Bruckern“ auf deren eigenen Bahnen keine Chance. Manuel Donhauser schloss nahtlos an seine guten Leistungen vom Vorwochenende an und ließ Martin Zeidler mit 4:0 und 616:528 nicht den Hauch einer Chance. Im rein tschechischen Duell zwischen dem für Erlangen startenden Ex-Mannschafts-Juniorenweltmeister Michal Bucko und dem Weidener David Junek war es dann aber genau umgekehrt. Junek, der in dieser Saison noch nicht so recht in die Puschen zu kommen scheint, musste sich mit 0:4 und 552:619 Holz geschlagen geben.

Im Mitteldurchgang stellten Dennis Greupner (4:0 und 561:525 gegen Michael Ilfrich) und Marco Maier (3:1 und 593:555 gegen den Ex-Kasendorfer Radek Dvorak) die Weichen auf Sieg. Mit einer 5:1-Führung nach Mannschaftspunkten und einem Vorsprung von 95 Zählern gingen Carsten Göhring und Stefan Heitzer in den Schlussdurchgang. Während das Spiel zwischen Zeitzer und dem Erlangener Lukas Biemüller, deutscher U18-Vizemeister 2018, eine „gmaade Wiesn“ war (3:1 und 590:558), nahmen die Gäste aus der Oberpfalz im Paralleldurchgang eine taktische Auswechslung vor, mit der offensichtlich der auf hohem Niveau spielende Robin Straßberger auch aus dem Konzept kam. Straßberger nahm mit 315:307 einem stark spielenden Göhring die ersten beiden Satzpunkte ab. Dann kam Thomas Schmidt, und der „Brucker“ Straßberger geriet ins Straucheln. Schmidt glich die Satzpunkte aus und holte mit 599:579 Holz sogar noch den Mannschaftspunkt. Wer in der Gesamtabrechnung 1247:1142 Kegelpunkte im Abräumen auf gegnerischen Bahnen auf seinem Konto hat und auch noch in die Vollen mit 2264:2222 gewinnt, der hat sich den Sieg wahrlich verdient.

Einzelergebnisse:

Martin Zeidler – Manuel Donhauser (131:169, 136:147, 130:135, 131:165) 528:616 – Satzpunkte: 0:4 – Mannschaftspunkte: 0:1;

Michal Bucko – David Junek (158:142, 159:146, 162:135, 140:129) 619:552 – 4:0 – 1:1;

Michael Ilfrich – Dennis Greupner (132:150, 138:144, 146:148, 109:119) 525:561 – 0:4 – 1:2;

Radek Dvorak – Marco Maier (149:139, 127:144, 141:170, 139:140) 555:593 – 1:3 – 1:3;

Robin Straßberger – Carsten Göhring/Thomas Schmidt (154:151, 161:156, 135:148, 129:144) 579:599 – 2:2 – 1:4;

Lukas Biemüller – Stefan Heitzer (141:167, 159:141, 134:143, 124:139) 558:590 – 1:3 – 1:5;

Kegelpunkte: 3364:3511; Voll: 2222:2264, Abräumen: 1142:1247 – Fehler: 11:7 – Satzpunkte: 8:16 – Mannschaftspunkte: 1:7

 

Quelle: onetz.de